essbare Kaffeebecher

Das Thema „Müllvermeidung“ im Zusammenhang mit TO-GO Kaffeebechern ist derzeit eines der beherrschenden Themen der Zeit.

„Waffelbecher“ als "essbare Kaffeebecher"? Nicht wirklich machbar, da Waffeln kaum Feuchtigkeit vertragen! Jegliche „Neuentwicklungen“ unter diesem Aspekt waren bisher nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Eine Waffel, egal ob als Waffelbecher oder Waffelschalen hergestellt, bleibt ein poröses, nur sehr begrenzt für Feuchtigkeit geeignetes Backprodukt, dessen Produkteigenschaften nun mal mit dem Backverfahren zusammenhängt.
Um mehr Festigkeit in Waffeln zu erhalten, müßte die Rezeptur angepaßt werden, d. h. zwangsläufig mit (deklarationspflichtigen!) Zusätzen gearbeitet werden.

Bei Füllett dagegen kann auf Grund einer völlig anderen Herstellungstechnologie auf eine schlanke, ohne jegliche Zusatzstoffe ausgerichtete Rezeptur gesetzt werden - trotzdem haben sie eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit und sind nicht mit Waffelschalen/ Waffelbechern vergleichbar - d. h. Füllett wären durchaus auch als "essbarer Kaffeebecher" verwendbar (theoretisch, da praktisch derzeit nur Schalen auf einer Pilotanlage gebacken werden ...).

Produkte, welche als "essbare Kaffeebecher" entwickelt wurden, ob von Lavazza auf Mürbeteigbasis oder eben Waffelbecher, welche aufwendig mit Zuckerpapier und hitzebeständiger weißer Schokolade überzogen/ umhüllt werden (KfC UK), konnten sich auf Grund des hohen Produktionsaufwandes = Preises sowie den logistischen Anforderungen (Stichworte „Sommer- hohe Temperaturen-Schokolade“ sowie Bruchgefahr) nicht durchsetzen.
Das gleiche Schicksal wird wohl der hier vollmundig gepriesenen "südafrikanischen Innovation" drohen, bei der es sich um Waffeltüten (welche also noch nicht mal abzustellen sind) mit einer "patentierten" Rezeptur  handelt. Fakt ist: Waffel bleibt Waffel - die wird auch nicht durch eine andere Rezeptur innovativer!

Das sich eine namhafte Kaffeekette dafür hergibt und diesen "alten Hut" aufsetzt, d. h. ein Waffelprodukt mit allen seinen Nachteilen bei Kontakt mit Flüssigkeit einsetzen will, ist gleichwohl unverständlich. Warum? Wurde doch uns aus deren Hause bezüglich des Interesses an "essbaren Kaffeebechern" auf Grundlage unserer Füllett-Herstellungstechnologie einige Kriterien genannt, welche als unabdingbar gelten würden- wie z. B. Bruchsicherheit wegen der Verbrühungsgefahr (was bei essbaren Produkten ja ein Widerspruch in sich ist!), Größen von 0,2l - 0,45 l (was diese kleine Waffeltüre ja wohl auch nicht bietet)  sowie die Verschließbarkeit  mit einem Deckel. Das waren dann die "Knackpunkte", welche unsererseit eine weitere Kommunikation sinnlos erschienen ließ ...

Die Frage ist trotzdem, warum es jetzt "südafrikanische" Produkte ohne wirklichen Neuheitswert sein sollen, wenn es eine in Deutschland entwickelte Technologie zur Herstellung essbarer Kaffeebecher gibt, welche ein echtes ALLEINSTELLUNGSMERKMAL bieten würden ...