Essbare Verpackung für To Go?

Gibt es sie wirklich, die 'essbare Verpackung' z. B. für das To-Go-Geschäft? 

 
Wir sagen zumindest im Zusammenhang mit den als 'kompostierbar, recycelbar bezeichneten Einweggeschirr' ganz klar: NEIN! Dies ist vielmehr ein volkstümlicher, dehnbarer Begriff, welcher in meist völlig falschem Zusammenhang benutzt wird - korrekte Begriffserklärungen zu Verpackung sind u. a.  hier oder auch bei Wikipedia nachzulesen.
 
Zunächst muss in der Verwendung derartiger Produkte unterschieden werden: wird ein Produkt zum mitgeben (To-Go) oder nur eines für den Verzehr vor Ort benötigt?
Bei Letzterem werden die Speisen ja nicht wirklich 'verpackt', sondern lediglich in ein 'Behältnis' eingefüllt - so wie z. B. Eis in ein Waffelschälchen/ Waffeltüte/ Waffelbecher.

Das heißt, der Anspruch beim 'vor Ort - Verzehr' ist geringer, denn das 'Behältnis' dient nicht wirklich der sicheren Verpackung, sondern nur der Aufnahme von Speisen- nicht mehr und nicht weniger.

Für das To-Go Geschäft hingegen wird eine auslaufsichere Verpackung benötigt, welche sich auch noch gut verstauen läßt - z. B. in Taschen und Rucksäcken. Und hier zeigt sich die Problematik: Selbst wenn es gelingen würde, eine diesem Anspruch genügende essbare Verpackung (die es so für Speisen bisher nicht gibt) herzustellen, es macht einfach keinen Sinn! Warum? Weil damit der Anspruch an die Hygiene nicht erfüllt werden kann! Die Tatsache, dass die Umhüllung/ Verpackung nach dem Verstauen nicht mehr hygienisch ist, wird die Verbraucher einfach nicht mehr zum Verzehr der eigentlich 'essbaren Verpackung' verleiten! Das heißt, die Wirkung verpufft - 'echte' Verpackung muss also nicht essbar sein! Dazu hier diesen interessanten Artikel 'Isst Du das mit? aus der TAZ lesen!
 
In diesem Zusammenhang sollte sich auch niemand täuschen lassen:
Bioeinweggeschirr-Artikel, welche ein Lebensmittel, wie z. B. Maisstärke, Zuckerrohr, Weizenkleie, Kartoffelstärke zwar im Namen tragen, sind deshalb selbst noch lange kein Lebensmittel und nicht zum Verzehr gedacht! Diese mit 19% (!) Mwst. besteuerten Produkte werden auch nicht von Lebensmittel/ Backwaren- sondern von Verpackungsmittelherstellern (oft in Asien) hergestellt.

Alternative zu diesen Produkten ist das knusprig gebackene Füllett, welches nicht nur als essbare Suppenschale statt Brotteigschalen/ gebackene Suppentassen eingesetzt werden kann, sondern auch als Salatschale, als Dessertschalen, für Pfannengerichte, als essbare Auflaufschale oder auch als Tapasschälchen / Fingerfoodschälchen uvm. einsetzbar ist. Und wie gesagt, keine 'essbare Verpackung' sondern vielmehr eine 100% BACKWARE ist, welche bio-vegan hergestellt wird und vorzugsweise für den Vor- Ort-Verzehr und weniger für das To-Go-Geschäft entwickelt wurde - wobei es auch da einen Lösungsansatz gibt ;-)

Füllett ist wohlgemerkt keine echte essbare Verpackung, aber zumindest eine echte Alternative zu nicht verzehrbarem BIO Einweggeschirr', denn nicht verzehrte Reste sind wie Waffelschalen reiner Speiseabfall. Das Füllett als 100% BACKWARE ist somit ein ganz natürliches kompostierbares Geschirr, welches ggf. nicht verspeist sein Ende ganz natürlich auf dem Komposthaufen findet ;-)...